(alm – 24.9.26) Die Ausstellung des Belarusischen Museums der Stadt Leimen ist nach zahlreichen Jahren erneut für die Öffentlichkeit zugänglich. Ab September sind alle aufbewahrten Exponate im Ivan Lutskevich Museum in der litauischen Hauptstadt Vilnius ausgestellt.
Das Belarusische Museum entstand aus der Privatsammlung des Exil-Aktivisten Juri Popko (1912–1990), welcher aus Sorge um eine mögliche Verfolgung der sowjetischen Behörden Zuflucht in Baden-Württemberg fand. Wie RAZAM e.V. berichtete wurde das Museum 1982 feierlich in Anwesenheit des Bürgermeisters Herbert Ehrbar eingeweiht. Mit dem Tod von Juri Popko wurde die Sammlung zunächst in das Heimatmuseum St. Ilgen verlegt, war aber später über Jahre hinweg nicht öffentlich zugänglich. Die Exponate wurden in Lagerräumen aufbewahrt. Nach langjährigen Gesprächen zwischen der Stadt Leimen und RAZAM e.V. konnte eine Lösung gefunden werden. Die verbliebenen Gegenstände wurden im März 2026 nach Vilnius transportiert und dem belarusischen Ivan Lutskevich Museum übergeben.
Sämtliche Exponate inklusive des Fotoalbums von Juri Popko und dessen Postkarten-Korrespondenz wurden im Rahmen der Woche der belarusischen Kultur ausgestellt. Die Ausstellung ist ist in dieser Form noch bis Ende Oktober zugänglich. Anschließend werden die Exponate in den Regalen des Ivan-Lutskevich-Museums beherbergt, wo sie jederzeit von Interessierten begutachtet werden können.




