(zoo – 6.8.26) Elefanten gehören zu jenen Tieren, bei denen fast jeder Besucher unweigerlich stehen bleibt. Kinder zeigen mit ausgestrecktem Finger auf den langen Rüssel, Erwachsene zücken das Smartphone – und spätestens wenn einer der grauen Riesen gemächlich vorbeizieht, wird es auch an gut besuchten Tagen für einen Moment erstaunlich ruhig. Wer noch mehr über die größten Landtiere der Erde erfahren möchte, bekommt im kommenden Herbst eine besondere Gelegenheit.
Der Zoo Heidelberg lädt am Dienstag, 22. September 2026, erneut zu seinem beliebten Elefantentag ein. Die exklusive Abendveranstaltung richtet sich an alle, die einen Blick hinter die Kulissen der Elefantenhaltung werfen möchten. Die Teilnehmer erleben das Zoo-Team bei seiner Arbeit, erhalten Einblicke in Bereiche, die sonst für Besucher verschlossen bleiben, und erfahren aus erster Hand, wie moderner Elefantenschutz funktioniert.
Hinter den Kulissen des Elefantenhauses
Los geht es um 18 Uhr direkt am Elefantenhaus. Während der rund dreistündigen Veranstaltung steht vor allem der Alltag der Heidelberger Jungbullen im Mittelpunkt. Bei einer kommentierten Trainingseinheit zeigen die Tierpfleger, wie medizinisches Training funktioniert. Dabei arbeiten Mensch und Tier freiwillig zusammen – ohne Zwang, dafür mit viel Geduld und kleinen Belohnungen (die bei Elefanten durchaus beachtliche Ausmaße annehmen können).
Die Besucher erhalten außerdem Zugang zum Innenbereich der Anlage und erfahren, wie die Tiere beschäftigt werden, welche Aufgaben moderne Zoos heute beim Artenschutz übernehmen und weshalb regelmäßiges Training für die Gesundheit der Dickhäuter unverzichtbar ist.
Engagement für den Artenschutz
Die Asiatischen Elefanten zählen zu den bekanntesten Tierarten der Welt, ihre Zukunft ist jedoch alles andere als selbstverständlich. Nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) gilt die Art als stark gefährdet. Vor allem der Verlust natürlicher Lebensräume, Konflikte zwischen Mensch und Tier sowie Wilderei setzen den Beständen in Asien zu.
Der Zoo Heidelberg engagiert sich deshalb seit vielen Jahren in internationalen Artenschutzprojekten und beteiligt sich mit seiner Jungbullenhaltung am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Beim Elefantentag erläutern die Mitarbeiter, welche Rolle Zoos heute beim Erhalt bedrohter Tierarten spielen und wie diese Arbeit weit über die Gehege hinausreicht.
Kunst mit dem Rüssel
Zum Abschluss des Abends wird es traditionell kreativ. Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann versteigert die Kunstwerke der Heidelberger Jungbullen. Mit erstaunlicher Präzision führen die Elefanten ihre Pinsel über die Leinwand und gestalten individuelle Bilder. Daneben kommen auch Rüssel- und Fußabdrücke unter den Hammer – Unikate, die wohl in keinem gewöhnlichen Möbelhaus erhältlich sind.
Der Erlös der Auktion fließt sowohl in die Versorgung der Heidelberger Elefanten als auch in Projekte zum Schutz ihrer wilden Artgenossen. Für den Höchstbietenden wartet zusätzlich ein besonderes Erlebnis: Er darf bei einer der nächsten Malstunden der Elefanten exklusiv dabei sein und beobachten, wie aus Farbe, Leinwand und einem sehr geschickten Rüssel ein neues Kunstwerk entsteht.
Tickets ab sofort erhältlich
Die Teilnehmerzahl für den Elefantentag ist begrenzt. Erwachsene zahlen 39 Euro, Kinder und Jugendliche 29 Euro. Im Ticketpreis ist der Zooeintritt am Veranstaltungstag bereits enthalten, sodass Besucher den Zoo schon vor Beginn der Abendveranstaltung erkunden können.
Tickets sind ab sofort über die Internetseite des Zoo Heidelberg erhältlich. Wer den grauen Riesen einmal etwas näher kommen möchte, sollte mit der Buchung nicht allzu lange warten – Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Plätze regelmäßig schnell vergeben sind.





