Evangelisches Gemeindefest ein voller Erfolg! Vielfältiges Programm für Jung und Alt

Pfarrer Groß beim Gottesdienst für alle Generationen

Das evangelische Gemeindefest in Leimen vom vergangenen Wochenende war eines der Bestbesuchten überhaupt. Ein umfangreiches und vielfältiges – zum Teil auch überraschendes Programm hatte viele Besucher am Samstag und Sonntag angelockt.

Der erste Höhepunkt war dabei das Singspiel „David und Goliath“, das von den Kindern des Tiele-Winckler- und Elisabeth-Ding-Kindergartens aufgeführt wurde. Im Rahmen einer Projektwoche hatten sich die Kinder mit ihren darauf Erzieherinnen darauf vorbereitet und wie seinerzeit David gelebt. Sie hatten die Tänze aus dieser Zeit getanzt, die Kinderspiele aus dieser Zeit nachgespielt, die Lieder dieser Zeit gesungen und sogar gegessen, wie in dieser Zeit. Sie waren also fast zu echten Kindern aus dieser Zeit geworden und konnten das im Rahmen des Singspiels entsprechend überzeugend darbieten.

Old Time Jazz Connection beim Jam in der Mauritius-Kirche

Der Saal des Gemeindehauses war dabei überfüllt, viele Zuschauer mussten stehend zuschauen. Nicht nur Eltern, Geschwister und Freunde waren gekommen, sondern auch das gesamte Umfeld der Gemeinde war dabei. Vom Seniorenkreis bis zu den frischen Konfirmanden. Der Applaus bewies, wie gut die Aufführung gewesen war.

Aus dieser vergangenen Zeit ging es dann hinüber nach Frankreich. Der Frauenchor der Liedertafel unter der Leitung von Inge Kolb brachte Chansons und Evergreens von „Pigalle“ bis „Brennendes Land“ dar.

KwaZulu-Natal Jungbläserchor unter Leitung von Michael A. Müller

Auch danach gab es wieder einen vollständigen Wechsel der Region. Es ging nach KwaZulu-Natal, in den Osten Südafrikas. Der Jungbläserchor der lutherischen Kirche im südlichen Afrika spielte auf!  Die ca. 25 Mitspieler kamen aus Orten wie „Braunschweig“, „Verden“, „Lüneburg“ oder „Augsburg“. Der Jungbläserchor besteht nämlich fast ausschließlich aus den Nachfahren ehemaliger deutscher Auswanderer nach Südafrika, deren Heimatgemeinden dort nach den Herkunftsstädten ihrer Vorväter benannt sind.

Mitglieder des luth. Jungbläserchors aus KwaZulu-Natal

Wer also meinte einen schwarzen Bläserchor mit afrikanischer Musik erleben zu können, sah sich getäuscht. Der Bläserchor pflegt die Musik der deutschen Vorfahren und ist an manchen Stellen fast besser, als die in der Heimat verbliebenen, was sich auch beim nachfolgenden Karaoke-Singen bewies, denn auch dort machten die Bläserinnen und Bläser gekonnt mit und konnten viele Lieder (z. B. von Wolfgang Petry) auswendig und waren nicht auf die eingeblendeten Texte angewiesen.

Finanziert wurde der Deutschlandbesuch des Bläserchors durch die Mitglieder selbst und mit Unterstützung der dortigen Gemeinden. Von Leimen aus geht es weiter in die Lüneburger Heide, woher viele ihrer Vorfahren stammen. Die Verbindung zur Leimener Gemeinde kam über den inzwischen im Ruhestand befindlichen hiesigen Pfarrer zustande, der häufig in KwaZulu-Natal ehrenamtlich tätig ist.

Pfarrer Groß: "Let Me Entertain You!"

Den Auftakt beim Karaoke machte übrigens Pfarrer Groß selbst, der mit „Let me entertain you“ von Robbie Williams das Motto des Abends ausgab. Auch Organist Müller und viele andere sorgten für einen vergnüglichen Mitsingabend, der erst gegen 23.00 Uhr endete.

Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst für alle Generationen, bei dem der jüngste Teilnehmer 3 Jahre und die älteste Teilnehmerin 85 Jahre alt waren. Von den Kindergartenkindern über die Jugendlichen bis zum Seniorenkreis waren alle dabei. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom ev. Posaunenchor, dem afrikanischen Posaunenchor und dem KirchenchorDie Kinder sangen mit großer Begeisterung ihr neues Lieblingslied: „David – ein echt cooler Held“, denn auch der Gottesdienst stand wie das Singspiel am Vortag im Zeichen von König David. So führte die ev. Jugend eine Meditation über Davids letzte Nacht, bevor er zu König Saul musste, auf.

Auch nach dem Gottesdienst ging es musikalisch weiter. Die Stadt- und Feuerwehrkapelle spielte auf und der katholische Kirchenchor und Männergesangverein unterhielten die Besucher bis zum Nachmittag. Für Getränke und Verpflegung war an beiden Tagen bestens gesorgt, auch wenn es hier wegen der vielen Besucher zeitweilig eng wurde und mehrfach Nachschub besorgt werden mußte. Eine wirklich große Schar freiwilliger Helfer war in der Küche, am Grill und im Service tätig. Besonders erfreulich dabei: Die Jugend zeigt außerordentliches Engagement und war stark auch in der aktiven Mitarbeit vertreten.  Ein Faktum, das Pfarrerin Rosemeier und Pfarrer Groß besonders freute.

Old Time Jazz Connection

Doch zurück zum Sonntag. Weiter Höhepunkte folgten! Um 16.30 Uhr spielte auf der Bühne des Gemeindesaales die „Old Time Jazz Connection“ aus Heidelberg auf. „Old Time“ steht dabei für die Musikauswahl der Band, die insbesondere bekannte, älter und melodische Stücke aufführte, die beim Publikum besonders gut ankamen. Viele Besucher waren extra wegen dieses Programmpunktes gekommen, das sich dann in besonderer Weise in der Kirche fortsetzte. Mit „Oh When The Saints Go Marching In“ zogen Band und Besucher hinüber in die Mauritius-Kirche wo es mit einem echten Jazz-Jam und Michael A. Müller an der 150 Jahre alten Orgel weiterging. Orgel und Jazzband sind nun wirklich eine außerordentliche Zusammenstellung und der Sound, der durch die Kirche zog ist nicht nur selten zu hören, sondern auch ausgesprochen intensiv, denn Kirchen sind ja für einen guten Klang ausgelegt. Michael A. Müller an der Orgel und die Old Time Jazz Connection hatten so viel Spaß am gemeinsamen Spiel, daß die angesetzte Dauer des Jams locker übertroffen wurde. Das Publikum war begeistert und forderte mehrfach „Zugabe!“. Eine Fortsetzung dieses Zusammenspiels in der Zukunft scheint nicht  ausgeschlossen!

Der Herr der Orgel: Michael A. Müller

Nach der Jazz-Session ging es dann langsam aber sicher in Richtung Hauptthema der letzten Wochen: Fußball. Als erstes wurde das Fußball-Quiz ausgewertet und es zeigte sich, daß entsprechender Sachverstand in größerem Maße in der Gemeinde vorhanden ist, als man erwartete. Gleich 6 Teilnehmer hatten alle (!) Fragen richtig beantwortet, so daß die Sieger ausgelost werden mußten. Das vom SV Sandhausen gespendete Trikot wurde so Romana Stamm zugelost, die als Lehrerin an der Turmschule tätig war und daher vielen bekannt ist.

Die Versteigerung des Trikot der Deutschen Nationalmannschaft, das dankenswerter Weise von Hansi Flick aus Bammental besorgt worden war, erfolgte auf „amerikanisch“. Nach Ablauf der den Teilnehmern unbekannten vorher festgesetzen Zeitdauer für die Versteigerung waren 267,- Euro im Säckel und die glückliche Siegerin im Bietwettbewerb hieß Christiane Pfeffer-Reinig, die das Trikot für ihr Patenkind ersteigerte.

Michael A. Müller "jamt"

Gegen 20.30 Uhr wurde es dann noch einmal voller beim Gemeindefest! Das Endspiel um die Europameisterschaft mit dem Public Viewing stand an.  Gut gelaunt wurde die  Schar der Zuschauer von einigen italienischen Anhängern verstärkt, die zumindest die ersten Minuten noch bester Laune waren …  Das Ergebnis des Spiels darf als bekannt vorausgesetzt werden. Die Laune der Italiener bei Spielende ebenfalls, wobei echte Trauer natürlich nicht aufkam, sondern der auch der Abend vergnüglich endete.

Gemeindehaus: Gut besucht!

Insgesamt kann zusammenfassend festgestellt werden, daß das gesamte Gemeindefest ein außerordentlicher Erfolg war. Besonderen Anteil daran dürfte auch das parallel zu allen Veranstaltungen angebotene Kinderprogramm gehabt haben. Tatsache ist: Alle Mitglieder und Gruppen der Gemeinde zogen bei Planung, Organisation und Durchführung mit und alle in die gleiche Richtung. Von jung bis alt waren alle Gemeindemitglieder eingebunden und der Erlös dürfte ein guter erster Schritt bei der Sammlung der erforderlichen Mittel zur Sanierung des Turmtreppenhauses der Mauritius-Kirche gewesen sein. Momentan ist der Turmaufgang aus Sicherheitsgründen gesperrt und die Sanierung zwingend erforderlich. Hierfür wird ein 5-stelliger Betrag erforderlich, der nur über Spenden realisiert werden kann. Entsprechend willkommen sind künftige Spender.

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1 Kommentar für “Evangelisches Gemeindefest ein voller Erfolg! Vielfältiges Programm für Jung und Alt”

  1. Gerd Peter Gramlich

    Gestatten Sie mir eine Korrektur: das Trikot mit allen Unterschriften der Aufstiegsmannschaft wurde von mir gesponsert!
    Beste Grüße
    Gerd Peter Gramlich
    Vertrauensmann der LVM Versicherung

Kommentare sind geschlossen

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