Gedanken zum Weihnachtsfest 2013 – „Das Jesuskind auch in Limburg?!“

2025 - Krippe GauangellochSie kennen bestimmt die weihnachtliche Geschichte von Hans Christian Andersen – „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“. Es geht in dieser Geschichte um ein kleines Mädchen, das am Silvesterabend auf der Straße sitzt und Schwefelhölzer verkauft. Es ist dürftig bekleidet und friert. Die mit ihren Feiertagsbesorgungen beschäftigten Bürger übersehen das Kind mit seiner Bettelware. Verzweifelt vor Kälte zündet das Mädchen die Schwefelhölzer an, um in der Wärme zu liegen – am Schluss doch erfroren…

Erfriert unsere Kirche auch langsam?

Viele Menschen, die eine große Liebe für die Kirche und den Glauben empfinden, sind besorgt über die Geschehnisse in Limburg. Soll und darf ein Bischof so viel Geld für eine Dienstwohnung ausgeben? Wo ist die Demokratie in der Kirche? Ist die Kirche noch glaubwürdig? Müssen Kirchenoberhäupter wie Beamte verdienen? Was muss sich ändern, damit sich die Limburger Vorkommnisse nicht wiederholen? Das sind ernsthafte Fragen, die sich die Kirche unseres Landes und die Gesellschaft stellen müssen.

Es ist wieder Weihnachtszeit. Für die Menschen hier ist dieses Fest sehr wichtig und Alle, Jung oder Alt, feiern, egal ob sie Mitglieder der Kirche sind oder nicht. Einst wurde dieses Fest von einem heidnischen in ein christliches Fest umgewandelt. Erfolgt heute wieder eine Rückkehr zu einem heidnischen Fest? Es sind nur noch Wenige, die die Verbindung zwischen Weihnachten und dem Jesuskind sehen.

Wenn es so sein sollte, was kann ich oder was können Sie tun? Lohnt es sich, dieses wunderbare Christfest als verweltlichtes Fest zu feiern – wie ein Baum ohne Wurzeln, ohne Saft?

Die Christen sind heute mehr gefragt als früher – die Christen, die den „Saft“ des Christentums und den Geist Jesu in sich aufnehmen.

Denn was feiern wir an Weihnachten? An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu.

Eigentlich ist unsere Religion aus einer Futterkrippe entstanden. Jesus lag in einer Futtergrippe – in einem Tierstall voller Gestank. Ein Kind mit goldenem Mund – ein Kind, das selbst der Logos war – das Wort des ewigen Vaters. Der Gestank konnte selbst Engel, Könige und das Volk nicht abhalten, dieses Kind aufzusuchen. Nicht die Verzweifelten und Stolzen haben ihn in der Futterkrippe gefunden, sondern die Suchenden.

Sind wir die Suchenden? Oder was sind wir? In unserer Zeit spüren wir doch auch den „Gestank“ der Kirche. Doch gerade hier wird Jesus geboren. In dieser Kirche finden wir das Jesuskind. Hier finden die Suchenden ihn, den Sohn Gottes.

2026 - GWS118

Pfarrer Arul Lourdu

Das Weihnachtsfest 2013 ist eine wichtige Zeit uns selbst zu hinterfragen und die Freude an den Wurzeln dieses Weltereignisses zu finden.

Gott ist Mensch geworden – gerade in unserem Alltag – im „Gestank“ – auch in Limburg!

Von Herzen wünschen ich und alle Mitglieder des Seelsorgeteams Ihnen die innere Freude des Weihnachtsfestes und ein gesegnetes neues Jahr 2014.

Ihr Pfarrer Arul Lourdu

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