(rnk – 5.10.26) Ein Bild, drei geöffnete Schatullen und sechs Menschen vor der Projektionswand: In Hockenheim hat der Verband Region Rhein-Neckar am Freitag, 2. Oktober, seine höchste Auszeichnung gleich dreimal vergeben. Geehrt wurden der frühere Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Stefan Dallinger, der frühere Bürgermeister Lothar Quast und der ausgeschiedene Verbandsdirektor Ralph Schlusche.
Auszeichnung nach der Verbandsversammlung
Die Hermann-Heimerich-Plakette würdigt Persönlichkeiten, die sich über die üblichen Amtspflichten hinaus um die Entwicklung der Metropolregion Rhein-Neckar und die Zusammenarbeit in der Region verdient gemacht haben. Die Ehrung bildete den Abschluss der 52. Sitzung der Verbandsversammlung.
In der Sitzung ging es zuvor auch um die Frage, wie bedeutsame Infrastruktur- und Zukunftsprojekte der Metropolregion bei den Investitionsmöglichkeiten des Bundes stärker berücksichtigt werden können. Die Verbandsversammlung folgte einem Antrag, regionale Vorhaben und ihren Finanzbedarf strukturiert zu erfassen. Das ist zunächst vor allem eine Arbeitsgrundlage – aber bekanntlich beginnt auch eine große Verkehrslinie mit einer sehr ordentlichen Übersicht.
Stefan Dallinger prägte die Region über zwei Jahrzehnte
Für Leimen und den Rhein-Neckar-Kreis besonders nah liegt die Auszeichnung für Stefan Dallinger. Bereits ab 2006 war er als Verbandsdirektor in einer Aufbauphase des Verbandes Region Rhein-Neckar tätig. Nach seiner Wahl zum Landrat des Rhein-Neckar-Kreises wurde er 2010 Mitglied der Verbandsversammlung, führte später die CDU-Fraktion und stand von 2016 bis 2022 an deren Spitze.
Der Verband würdigte sein langjähriges Engagement für Regionalplanung, Infrastruktur, Energie- und Zukunftsthemen sowie die Zusammenarbeit über kommunale und Ländergrenzen hinweg.
Quast und Schlusche ebenfalls geehrt

Lothar Quast erhielt die Plakette für 32 Jahre Tätigkeit in den Gremien des Verbandes und seiner Vorgängerorganisation. Zwei Jahrzehnte arbeitete er im Planungsausschuss mit, zwölf Jahre war er stellvertretender Verbandsvorsitzender. Gewürdigt wurden sein Sachverstand in Stadtentwicklung, Regionalplanung und Bauen sowie seine verbindliche Art der Zusammenarbeit.
Ralph Schlusche stand 16 Jahre an der Spitze des Verbandes Region Rhein-Neckar und war zugleich Mitgeschäftsführer der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH. In seiner Amtszeit wurden Kooperationen in Bereichen wie Regionalplanung, Mobilität, Digitalisierung, erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung weiterentwickelt.
Mit der gemeinsamen Ehrung würdigt der Verband drei Personen, die die Zusammenarbeit in der Metropolregion über viele Jahre mitgeprägt haben. Eine Plakette passt in keine Haushaltsplanung – ihr Anlass aber erzählt einiges darüber, wer die Region über lange Zeit zusammengehalten hat.





