Die bisherige Bilanz der Energiewende ist gelinde gesagt ernüchternd: Über die EEG-Umlage wurde mit weit über 200 Mrd € der Bau von Solar- und Windkraftanlagen subventioniert, dieses Jahr kommen nochmals 25 Mrd € dazu. Verringerung der CO2-Emissionen: Fehlanzeige

Nur durch solche fehlgeleiteten Subventionen ist es möglich, sogar in windarmen Gebieten wie bei uns mit Windkraftanlagen auch noch Geld zu verdienen. Allerdings entfallen mit dem neuen EEG endlich direkte Zahlungen an die Anlagenbetreiber. Windkraftanlagen in unserer Region dürften daher kaum mehr beantragt werden.
Im Teil-Flächennutzungsplan Windenergieanlagen des Nachbarschaftsverbandes war als möglicher Standort der „Hirschgrund“ im Leimener Wald vorgesehen. Wir begrüßen, dass dieser mittlerweile herausgenommen wurde und lediglich als Reservefläche Berücksichtigung findet. Der Standort ist unseres Erachtens auch noch aus folgenden Gründen nicht zu akzeptieren:
Wenn schon Anlagen in Landschaftsschutzgebieten wie in unserem Wald erstellt werden dürfen, was schon schlimm genug ist, aber der vorgesehene Standort ist aber auch ein FFH-Gebiet.
Des Weiteren bedarf die dortige Population an Rotmilanen deren absoluten Schutz. Die von Heidelberg als möglicher Standort akzeptierte Fläche „Drei Eichen“ ist nur etwa 4 km entfernt. Der Wald, den wir uns mit Nußloch teilen, ist etwa 4 km lang und 1,5 – 2,5 km breit und somit relativ klein. Der Wieslocher Weg müsste als Zufahrtsstraße ausgebaut werden mit Abzweigen zu den Baustellen. An den bis zu 5 Standorten würden jeweils 1 ha gerodet werden. Die riesigen über 200 m hohen Anlagen würde man an jeder Stelle des Waldes spüren. Die Funktion als wichtiger Naherholungswald wäre nicht mehr gegeben.
Werner Lindner, Stadtrat





