Leserbrief zum Thema: „Die Räte zogen Ihre Hausaufgaben straff durch …“

(js – 6.6.13) … wie in der RNZ zu lesen ist, machte der Gemeinderat der großen Kreisstadt Leimen „wenig Umstände“ bei einer Reihe von Tagesordnungspunkten; u.a. zum neuen Verwaltungsgebäude: man reibt sich schon verwundert die Augen, was der Gemeinderat der Stadt Leimen, also die gewählten Vertreter alle Bürger in Leimen da ohne wenige Umstände beschlossen hat: nachdem die allgemeine Planung bereits an ein Heidelberger Büro vergeben worden war, wurden jetzt drei Fachplanungen beauftragt: für die Statik das Büro Feuchter in Mannheim (honni soit, qui mal y pense), für die Elektrotechnik das IEG Büro in Heidelberg und für Heizung-Lüftung-Sanitär die Ingenieure Lummer und Biebl in Mühlhausen.

Der unbekümmerte Leser dieser Zeilen muss also davon ausgehen, dass es in Leimen keine fachkompetenten Unternehmen gibt, die in der Lage sind, diese Arbeiten auch ausführen zu können. Aber nein, so ist es nicht: denn – wie zu hören ist – auf Vorschlag der Verwaltung, die wiederum wohl dem Vorschlag des Heidelberger Architekturbüros gefolgt ist, mit den genannten zusammenzuarbeiten, hat der Gemeinderat dem Votum der Verwaltung blindlings zugestimmt, ohne die Interessen der Leimener Gewerbetreibenden zu wahren! Wie gut würde es den Gewerbetreibenden in Leimen anstehen, wenn sie eingebunden würden, Aufträge erhielten, ihre Unternehmen festigen und sichern könnten und so auch über die entsprechenden Steuern die Stadt in ihren vielfältigen Bemühungen um wirtschaftliche Prosperität unterstützen könnten.

Wo ist der Gewerbeverein, der „beide Hände in die Wunden legt“? Weiß der Gemeinderat in seiner Gänze wirklich nicht um die Situation der Gewerbetreibenden in Leimen seit nunmehr über zehn Jahren?
Im nächsten Jahr sind wieder Kommunalwahlen: ich hoffe, dass sich der Bürger in Leimen an solche Entscheidungen erinnern wird!

Jens Steinle

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1 Kommentar für “Leserbrief zum Thema: „Die Räte zogen Ihre Hausaufgaben straff durch …“”

  1. Friedrich Uthe

    Nur weil die RNZ schreibt, daß „durchgewunken“ wurde, muß das durchaus nicht stimmen, sondern ist lediglich eine veröffentlichte Einzelmeinung.

    Tatsächlich wurde über den/die benannten Punkt/e sachlich, treffend und m. E. n. auch ausreichend diskutiert und erst dann die Entscheidung/en getroffen.
    Und bezüglich Causa „Feuchter“ sei angemerkt, daß Gemeinderat Feuchter wegen Befangenheit selbstverständlich selbst nicht mit abgestimmt hat.

    MfG – Fritz Uthe

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