Germanen steigern sich weiter – Saisonbestleistung gegen den Topfavoriten aus Thüringen

(bö – 26.10.26) 542,20 Relativpunkte und eine erneut verbesserte Saisonbestleistung: Der AC Germania St. Ilgen zeigte gegen den haushohen Favoriten aus Gräfenroda eine starke Mannschaftsleistung. Dass die Thüringer mit 653,0 Relativpunkten dennoch einen ungefährdeten 3:0-Erfolg einfuhren, lag weniger an einer Schwäche der Germanen als vielmehr an der beeindruckenden Stärke des Gegners.

Zwei Routiniers im Gleichschritt über die 100-Punkte-Marke

Besonders bemerkenswert war der Auftritt von Teamkapitän Justus Moritz und Mehmet Milli. Die beiden hatten sich offenbar vorgenommen, die Sache möglichst synchron zu erledigen: Beide bewältigten 120 Kilogramm im Reißen und 150 Kilogramm im Stoßen, kamen damit auf exakt 270 Kilogramm Zweikampfleistung und brachten sämtliche sechs Versuche gültig in die Wertung.

Moritz erreichte damit hervorragende 103,8 Relativpunkte, Milli folgte mit 100,6 Punkten. Beide durchbrachen somit die prestigeträchtige 100-Punkte-Marke. Mehr noch: Sie demonstrierten, dass im Gewichtheben nicht allein rohe Kraft entscheidet, sondern ebenso technische Präzision und Nervenstärke. Sechs Versuche, sechs gültige Hebungen – viel besser lässt sich ein Wettkampf kaum absolvieren.

Auch Robby Behm und Kiara Faust überzeugen

Nicht minder zuverlässig präsentierte sich Robby Behm. Der ehemalige Nationalheber, der inzwischen als Bundestrainer am Olympiastützpunkt Heidelberg tätig ist, sprang erneut für die Germanen ein und absolvierte ebenfalls sämtliche sechs Versuche erfolgreich. Mit 162 Kilogramm im Stoßen stellte er zudem eine neue persönliche Saisonbestleistung auf.

Kiara Faust bestätigte bei ihrem zweiten Wettkampf für den AC Germania mit starken 97,0 Relativpunkten ihre Qualitäten und unterstrich, dass sie für die Mannschaft eine wertvolle Verstärkung ist.

Komplettiert wurde das Ergebnis durch Alisa Arda mit 79,0 Relativpunkten und Nachwuchsheber Fiete Glücklich, der 67,8 Relativpunkte beisteuerte.

Justus Moritz (Foto: Archiv)

Niederlage auf dem Papier, Fortschritt auf der Hantel

Natürlich gibt es für eine Niederlage keine Tabellenpunkte. Doch wer gegen eine Mannschaft wie Gräfenroda antritt, muss die eigene Leistung auch unabhängig vom Ergebnis bewerten können.

Und da fällt die Bilanz für die Germanen ausgesprochen positiv aus. Mit 542,20 Relativpunkten steigerten sie ihre bisherige Saisonbestleistung erneut. Besonders die fehlerfreien Auftritte der erfahrenen Heber und die geschlossene Mannschaftsleistung machen Mut für die kommenden Begegnungen in der Staffel B.

Nächster Heimkampf am 7. November gegen Obrigheim

Die nächste Gelegenheit, diese Entwicklung fortzusetzen, bietet sich bereits am Samstag, 7. November, um 19 Uhr in der Aegidiushalle in St. Ilgen.

Dann empfangen die Germanen die Mannschaft aus Obrigheim. Anders als gegen den übermächtigen Favoriten aus Thüringen dürfte es diesmal deutlich enger zugehen. Beide Teams begegnen sich voraussichtlich auf Augenhöhe, sodass die Tagesform und möglicherweise schon einzelne gültige oder ungültige Versuche den Ausschlag geben könnten.

Die Germanen haben jedenfalls gezeigt, dass ihre Formkurve nach oben weist. Und wer beim Gewichtheben kontinuierlich mehr auf die Hantel packt, darf sich durchaus Hoffnungen machen, dass sich das irgendwann auch auf dem Punktekonto bemerkbar macht.

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