(lt – 12.8.26) Der Lebensweg von Jürgen von Esenwein zeigt, dass geradlinige Wege nicht die einzigen sind, die zum Ziel führen. 1946 wurde er in Chemnitz geboren. Als er Anfang der 1960er-Jahre aus der DDR in die Bundesrepublik kam, standen ihm einige Hürden im Weg. Obwohl seine schulischen Leistungen den Besuch eines Gymnasiums ermöglicht hätten, wurde ihm dieser Weg aufgrund der unterschiedlichen Fremdsprachenkenntnisse verwehrt. Diese Erfahrung entmutigte ihn jedoch nicht – vielmehr bestärkte sie ihn darin, seinen eigenen Weg zu gehen.
Sein ursprünglicher Wunsch war es, Theaterwissenschaft zu studieren. Da ihm zu diesem Zeitpunkt noch das Abitur fehlte, entschied er sich zunächst für eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Nach der Gesellenprüfung holte er auf der Abendschule die Mittlere Reife und anschließend das Abitur nach. Es folgte ein Studium der Germanistik, Philosophie, Geschichte und Politik in Heidelberg, das schließlich den Grundstein für seine journalistische Laufbahn legte.
Im Laufe seines Berufslebens war Jürgen von Esenwein in vier verschiedenen Berufen tätig: Als Elektroinstallateur, kaufmännischer Angestellter, redaktioneller Mitarbeiter und schließlich als Redakteur im Kulturprogramm von SWR Kultur.
1978 heiratete Jürgen von Esenwein seine Frau Waldtraud und zog zu ihr nach Leimen. Zwei Töchter und zwei Enkelkinder machen das Familienglück komplett.
Seit seiner Kindheit begleitet ihn zudem die Fotografie. Bereits als Zwölfjähriger entdeckte er seine Begeisterung für dieses Hobby, das ihn über viele Jahre hinweg prägte.
Von großer Bedeutung ist für ihn außerdem das Interesse an anderen Kulturen und Menschen. Reisen in verschiedene Länder eröffneten ihm neue Perspektiven und stärkten seine Überzeugung, dass Offenheit, Toleranz und gegenseitiger Respekt wesentliche Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens sind.
Für Jürgen von Esenwein sind soziale Gerechtigkeit und der Einsatz gegen Rassismus wichtige Werte einer demokratischen Gesellschaft. Diese Haltung lebt er auch im Alltag: So nahmen er und seine Frau für ein halbes Jahr einen syrischen Geflüchteten bei sich auf. Aus dieser Zeit entstand eine enge und bis heute bestehende Freundschaft.
An seinem Ehrentag erhielt Herr von Esenwein Besuch von Oberbürgermeister John Ehret. Er gratulierte ihm zu seinem 80. Geburtstag, überreichte ihm das städtischen Gratulationsschreiben sowie ein Präsent der Stadt Leimen und nahm im Gegenzug ein besonderes Geschenk entgegen: Jürgen von Esenwein überreichte ihm ein Exemplar seines Romans „Egotrips mit Digicam“. Sein zweiter wird im Oktober erscheinen.
Gemeinderat, Stadtverwaltung und unsere Redaktion schließen sich den Glückwünschen an, gratulieren Jürgen von Esenwein herzlich zum Geburtstag und wünschen ihm weiterhin alles erdenklich Gute, viel Glück und Gesundheit.







