Vier Pfoten, ein Becken – und sehr verschiedene Pläne

(fwu – 28.9.26) Beim fünften Hundebadetag im Leimener Freibad stürzten sich manche Hunde begeistert ins Wasser. Andere wollten erst einmal nur mit einer Pfote prüfen, worauf sie sich einließen.

Ein Schwimmbecken kann für Hunde alles Mögliche sein: Spielplatz, Trainingsrevier oder eine ziemlich große Zumutung. Beim Hundebadetag am Samstag war die ganze Bandbreite zu beobachten. Manche Vierbeiner nahmen Anlauf und sprangen hinein, als hätten sie den ganzen Sommer auf diesen Moment gewartet. Andere blieben am Rand stehen, streckten vorsichtig eine Pfote aus und überließen das Schwimmen vorerst den Kollegen.

Mit Ball im Maul durchs Becken

Im Wasser zogen Hunde ihre Bahnen, einige mit Spielzeug im Maul. Zwei schwammen ein Stück nebeneinander, während anderswo eine Besitzerin ihren Hund auf dem Arm hielt und ihn behutsam ans Wasser gewöhnte. Die Größenverhältnisse zwischen Hund und Becken waren dabei mitunter beachtlich – entscheidend war aber ohnehin die Lust aufs Schwimmen, nicht die Länge der Beine.

Auch die Rettungshunde der Leimener DLRG kennen Wasser als Arbeitsumgebung: Sie werden unter anderem zur Wasserortung ausgebildet und genossen natürlich den Badetag ganz besonders.

Ein Freibadtag nach Saisonende

Zum fünften Mal ermöglichten Stadt, Bäderpark und DLRG-Gruppe Leimen den Hunden diesen Ausflug ins Freibad. Er findet nach dem Ende der regulären Badesaison statt, bevor die Becken geleert und winterfest gemacht werden. Nach Angaben der Bäderparkleitung waren für den Hundebadetag keine Wasserpflegemittel wie Chlor mehr im Becken und die Wasserheizung ist auch seit Saisonende nicht mehr in Betrieb.

v.l.: 2. Betriebsleiter Bäderpark Tobias Hornisch, TBL-Chef Rudi Kuhn, DLRG Vorsitzende Fabienne Frick, Petra Uhlenbrock

Bäderparkchef Rudi Kuhn dankte den wassersporttreibenden Vereinen für ihre Unterstützung während der Freibadsaison. Besonders die DLRG helfe bei der Aufsicht am Beckenrand mit und habe nun auch den Hundebadetag federführend organisiert.

Die DLRG kontrollierte am Eingang den Impfschutz und die Haftpflichtversicherung der Hunde und sorgte mit Kaffee, Kuchen und Würstchen auch für die Zweibeiner. Der Eintritt kostete 50 Cent pro Fuß und Pfote – für einen Menschen mit einem Hund also drei Euro. Die Einnahmen kommen der DLRG zugute.

Auf der Liegewiese wurde gerannt und gespielt, am Beckenrand gewartet, gelockt und gelegentlich verhandelt. Nicht jeder Hund ließ sich vom großen Wasser sofort überzeugen. Das durfte er auch: Während die einen noch den ersten Schritt übten, waren die anderen längst wieder unterwegs zur nächsten Runde.

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