Polizeiliche Krimalstatistik Leimen: Kriminalität sinkt aber Rohheitsdelikte auf Höchststand

Leimen im Gemeindevergleich

(fwu – 27.11.20) Das Erfreuliche zuerst: In Leimen gab es im Jahre 2019 gegenüber dem Vorjahr insgesamt einen Rückgang der Straftaten um -2,6 % und die Aufklärungsquote der Polizei stieg auf beachtliche 57,89 %. Dies ergibt sich dem ausführlichen Bericht zur Kriminalitätsentwicklung des Polizeirevieres Wiesloch, in dem detailliert die unterschiedlichen Kriminalitätsbereiche statistisch erfasst und beschrieben werden.

Auch im Vergleich zu den Nachbargemeinden Walldorf (5086), Wiesloch (5531) und Sandhausen (4409 )liegt Leimen auf relativ niedrigem Kriminalitätsniveau mit einer Häufigkeitszahl von 3756. Diese Zahl gibt an, wie viele Straftaten hochgerechnet auf jeweils 100.000 Einwohner polizeibekannt wurden und wird daher für den Bereich der Vergleiches der Kriminalitätsbelastung in Kommunen herangezogen.

Die Gesamtstatistik Leimen betreffend (10-Jahres Übersicht)

Allerdings gibt es natürlich Bereiche der Kriminalität, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung mehr tangieren als andere. Während einfacher Diebstahl (inkl. Laden- und Fahrraddiebstahl), Fälschungsdelikte oder Sachbeschädigung mehr zu den „Ärgernissen“ des Lebens gehören als zur angstmachenden Kriminalität, tragen insbesondere Einbruchsdelikte, Rohheitsdelikte und Körperverletzung in der Öffentlichkeit sehr dazu bei, das Sicherheitsgefühl zu beeinträchtigen und die Bevölkerung nachhaltig zu beunruhigen. Und ausgerechnet in dieser besonders sensiblen Bereich wurde im vergangenen Jahr in Leimen ein neuer 10-Jahres Höchststand erreicht.

Die Erläuterungen im Polizeibericht dazu lauten wie folgt:


Auszug aus der Polizeistatistik – „Rohheitsdelikte / Körperverletzung“:

Einen Höchststand in den vergangenen zehn Jahren erreichten die registrierten Rohheitsdelikte (umfasst die Deliktsfelder Bedrohung, Nötigung, Raub, Freiheitsberaubung und Körperverletzungen) im Jahr 2019.

Nach 164 Fällen im Jahr 2018 wurden im vergangenen Jahr insgesamt 179 Rohheitsdelikte zur Anzeige gebracht. Bemerkenswert in diesem Deliktsfeld ist lediglich die Aufklärungsquote, die bei 91,6% liegt. Von den 179 angezeigten Rohheitsdelikten waren allein 134 Straftaten im Bereich der Körperverletzung angesiedelt. Im Vergleich zum Jahr 2018 waren das 13 Taten mehr (+10,74%).

Die Altersgruppen der Tatverdächtigen gliedern sich in diesem Deliktsfeld wie folgt:

  • 8 Kinder bis unter 14 Jahren (5,06%),
  • 19 Jugendliche zwischen 14 und unter 18 Jahren (12,02%),
  • 8 Heranwachsende zwischen 18 und unter 21 Jahren (5,06%)  sowie
  • 123 Erwachsene (77,85%).

Das Gros bei den Erwachsenen sind die 21 – 50- Jährigen, mit 88 Tatverdächtigen.  Unter den Tatverdächtigen sind 44 Nichtdeutsche registriert, dies entspricht einem Anteil von 27,8% aller Tatverdächtigen in diesem Deliktsbereich. Von den 44 nichtdeutschen Tatverdächtigen befanden sich zehn Flüchtlinge.

Zur Verhinderung von Gewaltstraftaten in der Öffentlichkeit werden bei unzähligen Veranstaltungen regelmäßig zusätzliche Ordnungsstreifen eingesetzt. Über die Strafverfolgung hinaus kommen präventive Angebote zum Einsatz, im schulischen Bereich beispielsweise das Aktionsprogramms „Herausforderung Gewalt“.  


Die Vorstellung des Polizeiberichtes durch den Leiter des Polizeirevieres Wiesloch Polizeidirektor Peter Albrecht und die gemeinderätliche Diskussion dazu erfolgt im nichtöffentlichen Teil der Oktobersitzung des Gemeinderates, wie im öffentlichen Teil der gestrigen Gemeinderatssitzung mitgeteilt wurde. 

Der Polizeibericht wurde – wie auch in den Vorjahren – der Presse zur Verfügung gestellt. 

 

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