Stellungnahme: Parksituation in Leimens Stadtkern – Teil 6, Die Sicherheit

(pm – 3.3.22) Haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb es den Ausdruck „sicher wie in einer Tiefgarage“ nicht gibt? Sie wissen es, ich weiß es. So gut wie jeder hatte schon einmal ein seltsames Gefühl in einer TG. Und wenn man nicht gerade ein Avenger ist, ist man froh, wenn man so schnell wie möglich wieder an der Oberfläche ist.

Ralf Frühwirt auf dem Rathausplatz

Wissenschaftlich nennt man das Angstraum. Die gibt es natürlich auch anderswo, aber klassischerweise gehören Tiefgaragen dazu. Auch wenn moderne Tiefgaragen mit hellen Farben und guter Beleuchtung heute nichts mehr mit den dunklen Löchern zu tun haben, die man aus den 70er Jahren kennt, gibt es manche Aspekte, die man mit Farbe und Licht nicht lösen kann.


Stellungnahme: Parksituation in Leimens Stadtkern


Die mangelnde Übersichtlichkeit ist einer davon. Dunklere Ecken lassen sich baulich kaum vermeiden, Zwischenwände oder massive Säulen verdecken freie Sicht, und natürlich parkende Autos. Der aufrechte Gang wurde einst „erfunden“, damit unsere Vorfahren in der Savanne drohende Gefahren früher sehen konnten. Aus dieser Zeit stammt auch unser Unbehagen in engen, unübersichtlichen Räumen mit wenigen Fluchtmöglichkeiten, also Tiefgaragen.

Ein zweiter Aspekt ist eng damit verbunden. Als Gruppenwesen fühlen wir uns alleine in einer potenziell gefährlichen Umgebung unwohl. Wer je durch eine vollgestellte, aber menschenleere Tiefgarage gelaufen ist, weiß das. Und da jede/r sich bemüht möglichst schnell raus zu kommen, ist man dort sehr oft alleine.

Da der Raum auch noch fensterlos ist, wird man von außen nicht gesehen und kann auch nicht nach außen sehen. Das Gefühl Hilfe bekommen zu können, wenn man sie braucht, wird dadurch zunichtegemacht.

All das sind subjektiv erfahrene Unsicherheiten, die dazu führen, dass Tiefgaragen nur dann genutzt werden, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt. Man kann das in Leimen sehr gut sehen, wenn man die Belegung von Georgi-TG und Rathausplatz ins Verhältnis setzt. Obwohl man in der TG im Winter warm, im Sommer kühl und immer trocken steht, ist der holprige Rathausplatz meist besser belegt. Daher kann man prognostizieren, dass wir künftig zwei halbleer stehende Tiefgaragen haben
werden, und alle, die dort nicht parken wollen, auf die umliegenden Wohngebiete ausweichen.


Mit (pm – Datum) als Redaktionskürzel versehene Artikel sind Pressemitteilungen (pm) von Parteien oder Organisationen, die wir i.d.R. als ungekürzter und uneditierter Originaltext veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die obige PM wurde von Ralf Frühwirt (B90/Grüne) zur Veröffentlichung an Leimen-Lokal gesandt.


Bei diesem Text handelt es sich um eine uns zur Veröffentlichung übermittelte Pressemitteilung, die im Original „gegenderte“ Substantive und/oder Pronomen enthielt. Im Deutschen und somit auch in unserer Redaktionsschreibweise verwenden wir hingegen das generische Maskulinum, das für alle Geschlechter (m/w/d) steht. Der Text wurde daher in Standard-Deutsch und an unsere Redaktionsschreibweise angepasst.


 

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