Unser Wald kann zaubern!
Ferienprogramm des Stadtteilvereins St. Ilgen
(bis – 6.8.26) Grundschulkinder im Alter von 6-11 Jahren warteten aufgeregt und neugierig am Parkplatz des Trimm-Dich-Pfads in St. Illgen. Waldbaden war angesagt. Was man darunter genau versteht, das sollten sie selbst erfahren. Birgit Stumpf, Annette Ebinger und Helga Bender vom Stadtteilverein unterstützen dabei Birgit Schneidewind und Linda Hennersdorf von Waldbaden-Wiesloch.
Zum Kennenlernen begann der Nachmittag mit einem Wollknäuel-Spiel. Ohne es zu planen, entstand dabei ein großes Spinnennetz, das alle Kinder miteinander verband. Anschließend wurden Namensschilder mit kleinen Glückskäfern verteilt. Unter dem Motto „Der Wald kann zaubern“ hatten der Stadtteilverein St. Ilgen und Waldbaden Wiesloch gemeinsam zu diesem Leimener Ferienprogrammpunkt eingeladen. Von Anfang an stand der Spaß im Mittelpunkt – schließlich waren Ferien.
Mit spannenden Experimenten rund um Wasser und Naturmaterialien wurde der Wald auf spielerische Weise erforscht. Da der Wald derzeit unter der anhaltenden Trockenheit leidet, wurde das Wasser zum Thema. Wie gelangt das Wasser bis in die Baumkrone? Wie speichert der Wald Wasser? Diese und viele weitere Fragen beantworteten die Kinder gemeinsam mithilfe kleiner Experimente. Besonders beeindruckend war ein Versuch mit einer feuchten Holzscheibe: Wurde diese mit etwas Spülmittel präpariert und kräftig hineingepustet, trat auf der anderen Seite weißer Schaum aus. Was für die Kinder ganz schön anstrengend war, leistet ein Baum Tag für Tag bis hinauf in seine Krone. Gemeinsam wurde nach menschlichen und nach tierischen Spuren gesucht. Hier waren die Kinder mit Begeisterung dabei. Tiefwurzler und Flachwurzler. Maulwurfhügel, Federn und eine Tierhöhle bestaunten alle. Der Wald, einfach zauberhaft!
Natürlich wurde auch der Trimm-Dich-Pfad ausgiebig genutzt. Dabei entdeckten die Kinder – fast wie durch Zauberhand – ihre eigenen Stärken. Weil niemand etwas musste, aber jeder alles ausprobieren durfte, trauten sich selbst die Schüchternsten, Fragen zu stellen und neue Herausforderungen anzunehmen. Vorbei ging es auch an den Baumpflanzungen des Stadtteilvereins St. Ilgen. Aktuell sind es 1254 Bäume die inzwischen mit dem Projekt „Bäume für Yannik“ gepflanzt und durch Spenden finanziert wurden. Schatten spenden können die jungen Bäume zwar noch nicht, doch sie sind ein wichtiger Beitrag für den Wald der Zukunft. Leider war die Trockenheit im Wald überall sichtbar.
Wir sind im Wald offline! Wir liefen langsam, schauten genau hin, meisterten Hürden und holfen sich gegenseitig. Hören, sehen, fühlen, riechen, staunen, erleben, schmecken. Es wurden verschiedene Blätter unterwegs gepflückt, probiert. Mit den Früchten des Ahorns wurden Nasenzwicker gebastelt auf die Nasen gesetzt. Vogelstimmen gelauscht, geklettert, balanciert, den Sand am Boden erfühlt. Viele Informationen weitergegeben und Fragen beantwortet.
Am Ende stand noch ein Waldquiz auf dem Programm. Bei Abholung erhielten alle Kinder eine Überraschungstüte mit Waldheften und einer Becherlupe. B.S.
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