(gs – 1.10.26) Mit einer Bronzemedaille und vielen besonderen Eindrücken im Gepäck kehrt Daniel Schäfer von den Masters-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu nach Leimen zurück. Der Rektor der Turmschule sicherte sich im Speerwurf der Altersklasse M45 mit einer Weite von 53,87 Metern den dritten Platz und durfte sich damit über einen der größten Erfolge seiner sportlichen Laufbahn freuen.
Eine besondere Herausforderung war dabei die ungewöhnlich frühe Wettkampfzeit: Bereits um 8 Uhr morgens begann die Konkurrenz mit 20 Teilnehmern. Schäfer fand dennoch von Beginn an gut in den Wettbewerb und überzeugte vor allem durch seine bemerkenswerte Konstanz. Alle sechs Würfe landeten auf einer guten Weite. Der ganz große Ausreißer nach oben blieb an diesem Morgen zwar aus, mit 53,87 Metern war ihm die Bronzemedaille jedoch sicher. Wie eng es an der Spitze zuging, zeigte der Blick auf die Ergebnisse. Schäfers Saisonbestleistung liegt bei 56,33 Metern, Gold wurde in Daegu mit 57,63 Metern gewonnen. Auch der Bundestrainer sah vor Ort noch weiteres Potenzial. Nach seiner Silbermedaille bei den Masters-Europameisterschaften in Toruń konnte Schäfer damit nun auch bei einer Weltmeisterschaft auf das Podest werfen.
Doch nicht allein die Bronzemedaille wird von der Reise nach Südkorea in Erinnerung bleiben. Für Schäfer war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft auch persönlich ein ganz besonderes Erlebnis. Die Begegnungen mit Menschen, den ca. 11000 Athletinnen und Athleten aus 90 Nationen, das gemeinsame Interesse am Sport und die besondere Atmosphäre einer Masters-Weltmeisterschaft machten die Tage in Daegu weit über den eigentlichen Wettkampf hinaus zu einer außergewöhnlichen Erfahrung.
Besonders beeindruckt zeigte sich Schäfer von den Menschen in Südkorea. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und ein außergewöhnlich zuvorkommender Umgang begleiteten ihn während seines gesamten Aufenthalts. Hinzu kamen eine hervorragende Organisation der Weltmeisterschaften sowie zahlreiche Aktivitäten und Möglichkeiten, Land, Leute und die koreanische Kultur kennenzulernen. So wurde aus der sportlichen Reise zugleich eine persönliche Erfahrung, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Der sportliche Erfolg hat für den Schulleiter der Turmschule aber noch eine weitere schöne Seite. Auch seinen Schülerinnen und Schülern möchte Schäfer vorleben, dass es sich lohnt, sich Ziele zu setzen, an ihnen zu arbeiten und Herausforderungen anzunehmen. Ausdauer, Freude an der Bewegung und der Mut, sich immer wieder neue Ziele zu setzen, sind schließlich nicht nur im Sport wichtige Begleiter.
Nach einer langen und erfolgreichen Saison heißt es für den 48-Jährigen nun zunächst regenerieren und die Speere für einige Zeit zur Seite zu legen. Die Bronzemedaille aus Daegu, die vielen Begegnungen und die außergewöhnlichen Erlebnisse in Südkorea werden bleiben – ebenso wie die Motivation, im kommenden Jahr wieder anzugreifen.





