Kreisforstamt sperrt Grill- und Feuerstellen wegen hoher Waldbrandgefahr
(rnk – 18.6.26) Die anhaltende Trockenheit und die angekündigte Hitze erhöhen die Waldbrandgefahr im Rhein-Neckar-Kreis deutlich. Das Kreisforstamt reagiert und sperrt ab Freitag, 19. Juni, bis auf Weiteres alle Feuer- und Grillstellen in der Rheinebene.
Im Rheintal wird in den kommenden Tagen die Waldbrandgefahrenstufe 4 von 5 erreicht. Damit gilt die zweithöchste Warnstufe. Betroffen sind die Wälder auf den Gemarkungen von Altlußheim, Brühl, Hockenheim, Ketsch, Neulußheim, Oftersheim, Reilingen, Sandhausen, St. Leon-Rot, Schwetzingen und Walldorf. Die entsprechende Allgemeinverfügung steht auf der Internetseite des Rhein-Neckar-Kreises bereit.
Wälder und Tiere besonders gefährdet
Waldbrände können in kurzer Zeit große Flächen zerstören. Sie gefährden Lebensräume von Tieren und Pflanzen und beeinträchtigen zudem die Luftqualität. Nach Einschätzung des Kreisforstamts ist auch in den folgenden Tagen keine Entspannung der Lage zu erwarten. Die aktuelle Waldbrandgefahr kann jederzeit auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes eingesehen werden.
Diese Regeln gelten jetzt im Wald
Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gelten in den Wäldern besondere Vorsichtsmaßnahmen. In diesem Zeitraum ist das Rauchen im Wald verboten. Schon ein kleiner Funke kann trockenes Laub oder Gras entzünden. Zudem müssen Waldwege und Zufahrten jederzeit frei bleiben, damit Feuerwehrfahrzeuge im Ernstfall schnell an den Brandort gelangen. Fahrzeuge sollten ausschließlich auf ausgewiesenen und befestigten Parkplätzen abgestellt werden. Heiße Auspuffanlagen können trockenes Gras entzünden.
Verstöße können teuer werden
Das Kreisforstamt appelliert an alle Waldbesuchenden, verantwortungsvoll zu handeln und Rücksicht auf Natur, Tiere und andere Besucher zu nehmen. Wer die Sperrungen missachtet oder gegen das Rauchverbot verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit erheblichen Bußgeldern rechnen.
Wer ein Feuer entdeckt, sollte umgehend die Feuerwehr oder die Rettungsleitstelle über die Notrufnummer 112 verständigen.
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