Neuzugang mit Köpfchen: Keas erkunden ihre neue Voliere im Zoo Heidelberg
(zoo – 8.8.26) Seit Anfang Juli gibt es im Zoo Heidelberg wieder Keas zu entdecken. Die sechs jungen Papageien leben seit dem 7. Juli in ihrer neuen Voliere gegenüber des Safarizelts an der Löwenanlage. Besucher können die Tiere bereits beobachten, wenn sie baden, ihre Umgebung erkunden oder sich mit den angebotenen Beschäftigungsmöglichkeiten beschäftigen.
Die Gruppe besteht aus drei männlichen und drei weiblichen Keas. Alle stammen aus dem Zoo Erfurt und sind zwischen 2023 und 2025 geschlüpft. Mit ihrem überwiegend olivgrünen Gefieder und den auffällig orange bis rötlich gefärbten Unterseiten der Flügel sind die Vögel leicht zu erkennen.
Papageien aus den Bergen Neuseelands
Keas leben ausschließlich auf der Südinsel Neuseelands. Dort bewohnen sie vor allem Berg- und Waldregionen. Ihre Nahrung ist vielseitig und reicht von Früchten, Sämereien, Trieben und Nektar bis zu Insektenlarven und Aas. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art als „Endangered“ (stark gefährdet) ein. Zu den größten Bedrohungen zählen eingeschleppte Fressfeinde und der Verlust ihres Lebensraums.
Zoo möchte Sozialverhalten erforschen
Für den Zoo Heidelberg bietet die junge Gruppe eine besondere Gelegenheit. Gemeinsam mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm soll untersucht werden, wie sich Keas in einer größeren Geschwistergruppe mit unterschiedlichen Altersstufen verhalten.
„Über das Sozialverhalten von Keas, die in einer größeren Geschwistergruppe unterschiedlicher Altersstufen aufwachsen, ist recht wenig bekannt. Gemeinsam mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm wollen wir diese Dynamiken genauer beobachten und untersuchen“, erklärt Vogelkurator Joshua Förg.
Die Tiere spielen miteinander, erkunden neue Gegenstände und lernen voneinander. Keas gelten als besonders neugierig und intelligent. Mit ihrem kräftigen, gebogenen Schnabel untersuchen sie ihre Umgebung gründlich – dabei machen sie selbst vor Autos oder Gartenmöbeln nicht halt.
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