
(fwu – 15.9.16) Was bereits seit Wochen – seit dem großen Wasserschaden durch ein Unwetter im Landgut Lingental – befürchtet worden war, bewahrheitet sich leider nun. Wie Geschäftsführer Florian Hofbauer gegenüber der Leimen-Lokal Redaktion bestätigte, wurde das Landgut an eine Investorengesellschaft, an der auch die bisherigen Eigentümer beteiligt sind, verkauft. Der Betrieb aller Einrichtungen ist derzeit eingestellt und der inzwischen ebenfalls bereits geschlossene Blumenladen des Landguts kehrt ab Oktober an seine alte Wirkungsstätte in St. Ilgen zurück.
Was mit dem Areal des Landguts künftig geschehen wird, steht noch in den Sternen. Die neuen Eigentümer können sich eine zusätzliche Wohnbebauung mit bis zu 9 zweigeschossigen Häusern vorstellen, auch ein Gesamtabriß des Landguts, das nicht unter Denkmalschutz steht, und der Neubau eines großen Pflegeheims käme in Betracht.

Auf die Stadt Leimen könnten durch den Wasserschaden im Landgut juristische Schwierigkeiten zukommen, da lt. Hofbauer das nicht ausreichend dimensionierte städtische Regenwasser-Abflußrohr für den Wasserschaden kausal mitverantwortlich sei und somit eine Schadensersatzpflicht bestünde. Entsprechende Gerichtsprozesse dauern allerdings erfahrungsgemäß etliche Jahre, bei durchaus ungewissem Ausgang, da laut dem Chef der Leimener Stadtwerke Rudi Kuhn, die Dimensionierung ausreichend sei und bei Starkregenereignissen ein Überstauen (Überlaufen) eines Kanals grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden kann.




