(bsn – 21.10.26) Manche Tiere drängen sich im Tierheim sofort in den Vordergrund, andere halten sich lieber im Hintergrund. Gerade die schüchternen Vierbeiner werden bei der Vermittlung häufig übersehen. Auch Fenja, eine hübsche dreifarbige Katzendame, hat es nicht leicht, ein neues Zuhause zu finden. Obwohl sie mit ihrer besonders hübschen Fellfärbung ein echter Hingucker ist, begegnet sie fremden Menschen zunächst mit großer Zurückhaltung.
Fenja lebte einige Zeit an einer Futterstelle, bevor sie mithilfe einer Lebendfalle eingefangen und ins Tom-Tatze-Tierheim gebracht werden konnte. Dort brachte sie kurz nach ihrer Ankunft vier Katzenkinder zur Welt. Liebevoll und fürsorglich kümmerte sie sich um ihren Nachwuchs. Für diese besondere Stärke erhielt sie von den Tierheimmitarbeitern den klangvollen Namen Fenja, der unter anderem mit Eigenschaften wie friedlich, schützend, stark und naturliebend verbunden wird. Und genau diese Eigenschaften beschreiben Fenja genau.
Inzwischen sind ihre Jungen längst selbstständig unterwegs und für Fenja ist es Zeit für einen neuen Lebensabschnitt. Sie darf nun selbst im Mittelpunkt stehen. Allerdings stellt Fenja ihre zukünftigen Menschen vor eine besondere Aufgabe. Bei Besuchern zieht sie sich zurück und hält lieber Abstand. Sie braucht Zeit, um Vertrauen zu fassen, und möchte selbst bestimmen dürfen, wann sie den ersten Schritt wagt. Deshalb sucht sie ein ruhiges Zuhause ohne weitere Katzen. Menschen mit Geduld und Einfühlungsvermögen wären für sie genau die Richtigen. Menschen, die hinter die Schüchternheit blicken. Menschen, die sie Willkommen heißen genauso wie sie ist.
Im Katzenleben ist es ähnlich wie beim Menschen. Wenn man keine Erwartungen erfüllen muss, ist alles möglich. Genau dann wächst etwas, was sich nicht erzwingen lässt – Vertrauen. Und so entsteht die Möglichkeit, dass aus einer vorsichtigen Begegnung eine ganz besondere Freundschaft wird.





