(fwu – 19.10.26) Die Leimener können aufatmen! Zumindest ein bisschen. Denn eine der berüchtigtsten Gruselfamilien der Stadt verlässt in diesem Jahr ihr angestammtes Revier. André Grädler, Herr über das inzwischen weithin bekannte Leimener Halloween-Haus, packt seine Skelette, Zombies, Hexen, Geister und sonstigen unheimlichen Verwandten ein und zieht nach Balzfeld. Keine Sorge: nicht dauerhaft, sondern nur für die diesjährige Halloween-Nacht am 31. Oktober.
In den vergangenen Jahren hatte Grädler sein Anwesen regelmäßig in ein regelrechtes Haus des Grauens verwandelt. Mit aufwendigen Dekorationen, schaurigen Gestalten und reichlich Liebe zum gruseligen Detail wurde dort Halloween zelebriert. Im vergangenen Jahr hieß es sogar „Manege frei zum Fürchten“, als der „Bloody Circus“ seine unheimlichen Vorstellungen gab.
Drei Gruselfans machen gemeinsame Sache
Dass der Halloween-Spuk nun nach Balzfeld umzieht, hat einen erfreulichen Hintergrund. Dort ist ebenfalls seit vielen Jahren ein ausgesprochener Halloween-Enthusiast aktiv. Man lernte sich kennen, stellte schnell fest, dass man dieselbe Leidenschaft für alles Schaurige teilt, und beschloss, die Kräfte zu bündeln.
Insgesamt drei Halloween-Begeisterte wollen in diesem Jahr gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Eine Premiere also, bei der nicht mehr jeder für sich allein gruselt, sondern die gesammelten Erfahrungen, Ideen und Ausstattungen zusammenkommen.
Der entscheidende Vorteil von Balzfeld: Dort steht deutlich mehr Platz zur Verfügung. Und den möchte man nutzen, um eine Art Halloween-Labyrinth entstehen zu lassen. Die Besucher sollen also nicht einfach nur vor einem schaurig dekorierten Haus stehen, sondern sich mitten hinein in eine möglichst unheimliche Erlebniswelt begeben können.
Was die drei Gruselexperten dort genau vorbereiten, bleibt vorerst ihr Geheimnis. Dass sie sich mit ein paar Kürbissen und künstlichen Spinnweben zufriedengeben werden, darf allerdings bezweifelt werden.
Können die Leimener jetzt wieder ruhig schlafen?
Für Leimen bedeutet der vorübergehende Wegzug der Grädler’schen Geistergesellschaft zunächst einmal eine gewisse Entspannung der örtlichen Grusellage. Keine Zombies vor der Haustür, keine finsteren Gestalten hinter jeder Ecke und möglicherweise sogar eine Halloween-Nacht ohne akute Schreckensanfälle.
Ob man deshalb allerdings gleich sämtliche Sicherheitsvorkehrungen außer Kraft setzen und die Haustüren unverschlossen lassen sollte, ist eine andere Frage.
Denn auch ohne das traditionelle Halloween-Haus werden am 31. Oktober wieder zahlreiche kleine Hexen, Vampire, Gespenster und andere zweifelhafte Gestalten durch die Leimener Straßen ziehen und mit dem berüchtigten Schlachtruf „Süßes oder Saures!“ an den Haustüren klingeln. Wer dann keine Süßigkeiten bereithält, muss mit den entsprechenden Konsequenzen rechnen.
Und wer sich freiwillig richtig fürchten möchte, muss in diesem Jahr eben einen kleinen Ausflug nach Balzfeld unternehmen. Dort dürfte die vereinigte Halloween-Verwandtschaft der drei Gruselexperten bereits auf ihre Opfer warten.
Halloween 2026: Leimen verliert vorübergehend sein Haus des Grauens – Balzfeld bekommt dafür gleich eine ganze Gruselgemeinschaft. Ob das ein fairer Tausch ist, müssen die Besucher selbst entscheiden.
Zum Nachlesen: Halloween im Leimener Gruselhaus in früheren Jahren.






