(ltr – 3.11.26) Wenn im November die Tage kürzer werden, haben die Kinder einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Erwachsenen: Sie dürfen mit ihren Laternen durch die Straßen ziehen und dabei nach Herzenslust singen. Und wenn die selbst gebastelte Laterne den Abend einigermaßen unbeschadet übersteht, ist das schon ein kleiner Erfolg.
Auch in diesem Jahr lädt die Stadt Leimen wieder zu ihren traditionellen Martinsumzügen ein. In Gauangelloch, St. Ilgen und Leimen-Mitte werden Kinder, Eltern und Großeltern gemeinsam unterwegs sein, begleitet von Laternenlicht und bekannten Martinsliedern. Für die kleinen Teilnehmer gibt es außerdem eine besonders erfreuliche Nachricht: Jedes Kind erhält ein Martinsmännchen.
Gauangelloch macht am 5. November den Anfang
Den Auftakt bildet am Donnerstag, 5. November, um 18 Uhr der Martinsumzug in Gauangelloch. Treffpunkt ist der Hanfackerweg beim Friedrich-Fröbel-Kindergarten.
Von dort führt die Strecke über die Ochsenbacher Straße, den Diamantweg, Rubinweg und Saphirweg, anschließend zurück über Rubinweg, Diamantweg und Ochsenbacher Straße zum Ausgangspunkt.
Nach dem Umzug lädt der Friedrich-Fröbel-Kindergarten zum gemütlichen Ausklang mit Kinderpunsch und Glühwein ein. Die Getränke werden gegen eine kleine Spende ausgegeben. Wichtig: Eigene Tassen mitbringen! Das schont die Umwelt und erspart den Organisatoren unnötigen Aufwand.
St. Ilgen am 11. November: Erst St. Martin, dann die Narren
Am Mittwoch, 11. November, dem eigentlichen Martinstag, sind die Kinder in St. Ilgen an der Reihe. Um 18 Uhr beginnt der Umzug vor dem Pestalozzi-Kindergarten in der Pestalozzistraße.
Die Strecke führt über die Weberstraße, Wilhelmstraße, Theodor-Heuss-Straße und Im Schußgarten zurück zur Pestalozzistraße. Am Kindergarten endet der Zug. Dort gibt es vor und nach dem Umzug Kinderpunsch und Glühwein gegen eine kleine Spende.
In St. Ilgen hat der 11. November allerdings noch eine zweite Bedeutung. Während die Kinder mit ihren Laternen unterwegs sind, stehen die Fastnachter bereits in den Startlöchern. Schließlich beginnt an diesem Datum bekanntlich auch die fünfte Jahreszeit. Um 19.11 Uhr eröffnen die KC Frösche mit ihrer traditionellen Rathausstürmung die neue Kampagne – und die hat es diesmal in sich: Der Verein feiert sein närrisches Jubiläum von 5 x 11 Jahren.
Die Rathausstürmer sammeln sich vor der Pizzeria Capri und ziehen über die Theodor-Heuss-Straße zum Will-Laub-Platz. Dort gibt es heiße Würste, Sekt und Schnaps. So lässt sich der Abend vom besinnlichen Martinsbrauch ziemlich nahtlos in den närrischen Ausnahmezustand überführen. St. Ilgen kann eben beides.
Leimen-Mitte zieht am 14. November durch die Stadt
Am Samstag, 14. November, folgt schließlich der Martinsumzug in Leimen-Mitte. Beginn ist ebenfalls um 18 Uhr. Die Aufstellung erfolgt in der Tinqueux-Allee zwischen dem Freibadparkplatz und der Otto-Graf-Realschule.
Von dort geht es über die Tinqueux-Allee, den Weidweg, die Hirtenwiesenstraße, Im Hirschmorgen, die Bürgermeister-Weidemaier-Straße und die St. Ilgener Straße. Nach der Querung der Rohrbacher Straße führt die Strecke weiter über Rathausstraße, Hessengasse, Turmgasse und Marktgasse zum Georgi-Marktplatz.
Dort erwartet die Teilnehmer zum Abschluss ein kleines Martinsspiel mit Musik und bekannten Liedern. Die Geschichte des heiligen Martin, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte, wird dabei noch einmal lebendig. Für die Bewirtung sorgen der GEBK Leimen und der Förderverein der Turmschule gemeinsam mit den vierten Klassen. Angeboten werden Punsch, Glühwein und frisch gebackene Waffeln.
Martinsmännchen für alle kleinen Teilnehmer
Eine schöne Tradition wird auch 2026 fortgesetzt: Jedes Kind, das an einem der Martinsumzüge teilnimmt, bekommt ein Martinsmännchen. Damit ist zumindest sichergestellt, dass der abendliche Spaziergang nicht nur in guter Erinnerung bleibt, sondern auch etwas Essbares abwirft. Gemeinderat und Stadtverwaltung laden alle Familien herzlich ein, an den Umzügen teilzunehmen. Und wer seine Laterne noch nicht fertig gebastelt hat, sollte sich langsam an die Arbeit machen. In Gauangelloch geht es bereits am Donnerstag los.





